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Hier finden Sie das Forum zum Projekt 40 Jahre "Heidelberg68". Kaum eine Generation wird so sehr für die Zustände der Bundesrepublik Deutschland verantwortlich gemacht wie die Generation von 68, im Guten wie im Schlechten, zu Recht und zu Unrecht. Die Generation von 68: Das sind wir. Ob wir wollen oder nicht, wir werden das Etikett nicht los. Doch sind wir eine Generation? Haben wir 68 gemacht, oder hat das ereignisreiche Jahr 68 uns kreiert? Was haben wir erreicht? Was ist geblieben? Grandioser Aufbruch oder Irrtum? Wie nachhaltig war unser Einfluß tatsächlich auf die politische und gesellschaftliche Entwicklung? Fragen über Fragen. Je näher 2008 rückt und gewiß dieses ganze Jahr über werden sie und viele Fragen mehr von Berufenen und weniger Berufenen beantwortet werden. Es geht um die Deutungshoheit über unsere Geschichte. Warum sollten wir sie nicht selbst gewinnen? Jedenfalls sollten wir uns nicht scheuen, die eigenen Deutungen unserer Geschichte beizusteuern und öffentlich zu machen. Wir können dies gewiß so gut wie manche andere und erst recht so gut wie unsere Gegner von damals bis heute. Das Recht, unsere Geschichte selbst zu interpretieren, haben wir allemal. Die Akteurinnen
und Akteure von damals sind ganz unterschiedliche Wege gegangen und es
sind oft hochinteressante Biografien. Deswegen gibt es fast so viele unterschiedliche
Sichtweisen dessen, wer wir waren, was wir wurden und wer wir sind, wie
seinerzeit handelnde Personen. Wir wollen sie für die öffentlichen
Diskurse, die kommen werden, transparent und vielleicht sogar für
gesellschaftliche Selbstaufklärung fruchtbar machen. Wir haben deshalb
vor, zum 40. Jahrestag der 68er-Bewegung in Heidelberg ein großes
öffentliches Projekt, ein vielfältiges, multimediales Gesamtkunstwerk
zu inszenieren, das nachvollziehbar macht, was 68 alles war und für
jede/jeden von uns ebenso wie für die Gesellschaft bedeutet hat:
politisch, kulturell, sozial.
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